Scheiss Milliardäre

Vierzig Milliardäre haben sich also entschlossen die Hälfte ihres Vermögens in eine Stiftung einzuzahlen. Danke, danke, Tausendmal Danke liebe Milliardäre!! Oh, welch ein Grossmut und edle Gesinnung!! Darf ich Eure gesalbten Füsse küssen und Euch den Arsch lecken?? Ich bin ein sehr ruhiger, freundlicher und ausgeglichener Mensch mit einem Sinn für Humor, und wenn ich Freunde hätte könnten die das bestätigen, aber irgendwann hab ich einfach die Schnauze voll und mir platzt der Kragen……aber diese Almosen sind einfach widerlich und obszön!! Selbst das Manager-Magazin kommt zu diesem Urteil……., recht erstaunlich!!

Die Leute, die es geschafft haben durch ihre verkommene Gesinnung zu den Profiteuren dieses Systems zu gehören, die einen solch unermesslichen Reichtum angehäuft haben das ihr Vermögen die Staatshaushalte der ärmsten Länder um ein Vielfaches übertrifft, haben also ein neues Steuersparmodell gefunden welches gleich in vielerlei Hinsicht eine Menge Vorteile bietet. So was aber als Menschenfreunde zu bezeichnen, wie hier die FAZ, ist allerdings an Komik kaum zu überbieten…..

Zunächst einmal sind in den USA, wie hierzulande auch, Stiftungen steuerlich begünstigt. Selbstverständlich entfällt die lästige Erbschaftssteuer, und wer weiss denn schon welche lustigen Abschreibungsmöglichkeiten sich noch daraus ergeben? Die neueste Idee : Erst plündert man mit allen Mitteln die Armen dieser Welt aus, und wenn man dann wie Onkel Dagobert nicht mehr weiss wohin mit der Kohle, dann verteilt man Almosen und lässt sich als grosser Philantrop und Menschenfreund feiern. Mir wird übel, denn das eine solch verwerfliche Geisteshaltung hierzulande auch noch als Erstrebenswert gefeiert wird, das ist einfach zuviel. Denn mal ganz ehrlich, eine Sinneswandlung ist ja nicht wirlich zu erkennen, oder haben diese „Menschenfreunde“ angekündigt von Morgen an auf ihre ausbeuterischen Methoden zu verzichten? Diese Wandlung vom Saulus zum Paulus ist an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten. Dieses System, das es erst möglich macht das durch Ausbeutung, Krieg, Hunger und Tod überall auf dieser Welt soviel Reichtum sich in den Händen einiger Weniger konzentriert, quasi das Grundübel dieser Welt, wird jetzt für seine Menschenfreundlichkeit gefeiert. Too much……

Über die „Wahren“ Ziele dieser Herrn darf spekuliert werden , so wie hier bei den Infokriegern, aber ganz sicher sind das keine ehrenwerten Motive. Hätten Sie die, wäre es zu dieser Situation in diesem Land, „God own Country“, ja gar nicht erst gekommen. Heute lebt in der amerikanischen Supermacht einer von sechs Amerikanern von Lebensmittelmarken. In der großen amerikanischen Supermacht, die Billionen Dollar für die Erringung der Weltherrschaft verschleudert, sind 22% ihrer Bevölkerung arbeitslos und fast 17% der Bevölkerung abhängig von Sozialhilfe, damit sie überleben können. ( Quelle: Berliner Umschau )Alles dafür, das einige Wenige Milliardäre werden können und damit überall die Macht über das Leben „an sich“ haben dürfen. Brave new world!! Ob das allerdings lediglich die Suche nach einem neuen Statussysmbol ist darf und muss ganz ernsthaft bezweifelt werden. Eine „Kaste“ von Menschen die bisher vor allem durch die Abwesenheit jedwediger Form von Mitmenschlichkeit und Güte auffällig geworden ist ändert nicht plötzlich und über Nacht seinen Charakter. Das würde bedeuten, daran zu glauben das der Wolf ab morgen Vegetarier wird !

Am allergeisten daran, ist aber die von der FDP angestossene, fast schon übliche Debatte über den sogenannten Sozialneid die wiedereinmal zur Herabsetzung der ärmeren Teile der Bevölkerung verwendet wird, die ja, wie jeder weiss, jetzt mal endlich den Gürtel enger schnallen muss. Aber was die Systempresse der Axel Springer Propagandaabteilung da in der Welt vom Stapel lässt das ist atemberaubend……

Kritiker der Milliardäre sind also “ staatsgläubiges Establishment“, und argumentieren aus einer „Mischung aus Misstrauen und Empörung“ heraus?? Jaaaa, so ist es, und Empörung ist noch ziemlich milde ausgedrückt!! Aber mein absolutes Lieblingszitat ist das hier, ACHTUNG- langsam lesen und schön auf der Zunge zergehen lassen:

In Deutschland existiert ein krudes Menschenbild: Viele fordern von der Wirtschaft einen robusten Idealismus, diffamieren Renditestreben und Gewinnmaximierung als unmoralisch – und blicken auf Best- und Spitzenverdiener mit einem Misstrauen, das deren Verantwortungswillen infrage stellt.

Deshalb soll mit stetig neuen Steuererhöhungen jenes oft genug ineffiziente Staatsrhizom am Wuchern gehalten werden, das gerade bei den dringlichsten Problemen wie Bildung und Chancengerechtigkeit unheroisch scheitert. Doch zu wenige wollen Abstriche machen bei den Allmachtsfantasien des Staates. Dabei bleibt der starke Staat ein Misstrauensantrag gegen eine starke Gesellschaft und ihre verantwortungsbereiten Mitglieder.

Renditestreben und Gewinnmaximierung ist unmoralisch????- aber nein, immer weiter so!! Stetige Steuererhöhungen….????, noch die war der Anteil der Unternehmenssteuern am Gesamtsteueraufkommen so niedrig wie heute!! Für den, der sich nicht mehr so recht erinnern kann oder will, wieso diese Leistungsträger und ihre Erfüllungsgehilfen der neoliberalen Politik die Hauptursache unsere Probleme sind, dem hilft ein Blick zu einem der meistgelesenen Artikel bei Weissgarnix.de !Meine Empfehlung dazu : Einfach beim Platzen der nächsten selbstverschuldeteten Wirtschaftsblase einfach mal keine Milliarden für Besserverdiener zum Fenster rausschmeissen. Weg mit all den Subventionen und Abschreibungsmöglichkeiten. Dieser Artikel in der Welt am Sonntag ist eine absolute Verherrlichung des Leistungsträgermythos! ( Eine Superrezension dieses unglaublich arroganten Oberschichtsgefasel gibts auch bei Heise.de )

Niemals sollte Soziale Fürsorge (nicht zu verwechseln mit Almosen,auch die sind wichtig und richtig) aus der demokratischen Kontrolle des Volkes gezogen werden, und dem Good Will und dem Gutdünken reicher Leute ausgeliefert werden, die dann in der selben feudalistischen Art in der sie ihre Unternehmen führen über Wohl und Wehe der „Sklaven“ entscheiden. Da mutiert ein Bill Gates, der seinen Reichtum als Monopolist verdient hat, zum Gesundheitsexperten und masst sich an Impfkampagnen besser durchzuführen als die WHO. So werden dann in Sierra Leone Kinder vor dem AIDS-Tod gerettet, die dann hinterher verhungern, oder niemals eine adäquate Schulausbildung erhalten. Na Prima!! Einer der wichtigsten Punkte geht aber so ein bisschen in der Diskussion der letzten Tage unter. Die Tatsache das das gestiftete Vermögen ja nicht für soziale Zwecke zur Verfügung steht, sondern „nur“ die anfallenden und exponentiell ansteigenden Zinsen. Diese müssen aber erst einmal verdient werden, und dazu braucht es wieder genau die Art von kapitalistischen Spekulanten und Heuschrecken die die miesen Bedingungen auf dieser Welt erst hergestellt haben. Wir drehen uns im Kreis wenn wir glauben den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu können!! Das sieht mir mehr danach aus das hier Joint Venture Kapital in die Kassen der Banken und Hedgefonds gespült wird, und nichts weiter.

Ach übrigens, über die Qualität der Impfkampagnen gäbe es auch noch einiges zu sagen. Das geht über Korruption bis hin zu verseuchten Impfstoffen. Die Schweinegrippe lässt grüssen…..


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3 Gedanken zu „Scheiss Milliardäre

  1. Nun, es gibt Leute mit erschlichenem, erspekuliertem Vermögen und Leute, welche tatsaechlich etwas geleistet und damit reich geworden sind, mit ihnen tausende von Mitarbeitern. Wenn sich nun dier „ehrlichen Reichen“ zu sowas entschliessen, Stiftung hin oder her, dann finde ich dies begrüssenswert.
    Viele von ihnen haben ihr Geld nicht mit Plünderung der dritten Welt gemacht, sondern mit klugen Geschaeftsideen oder naiven Konsumenten. (Die ganze İT-Branche beispielsweise)

    Reich ist also nicht von Grund auf schlecht, finde ich. Aber Raubritter und Spekulanten, welche in guten Zeiten hemmungslos absahnen und sich in schlechten Zeiten vom Staate unterstützen lassen, gegen die habe ich auch was.

    • Natürlich wollte ich kein einziges schlechtes Wort gegenüber denen äussern die tatsächlich ehrlich und anständig für sich und ihre Angestellten Wohlstand schaffen. Das wäre verrückt. Aber leider reden wir von einem „Spekulativen“ Kapital das die Realwirtschaft um ein Vielfaches übertrifft. Die meisten Milliarden sind eben nicht das Ergebnis von ehrlicher Arbeit die wir alle schätzen, und im hinblick auf die Dritte Welt hilft eben oft auch der Blick in die Detaills. Es ist eben nicht nur „KIK“ allein, viele machen sich teilweise auch indirekt „schuldig“, auch wir als Verbraucher!
      Danke für deinen Kommentar! Ray

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