Eurokrise – Was kostet uns Irland ?

Königin Merkel und der Finanzzwerg Wolfgang

Völlig ermüdet, total überlastet von den ungezählten Nachrichten aus TV, Radio, Internet saß ich gestern in meinem Sessel, legte die Stirn in Falten und sinnierte über die Frage ob ich denn nun besorgt sein muss. Ist die Eurokrise in Irland, Griechenland und anderswo wirklich mein Problem? Während ich versuchte meinen Denkapparat mit ein wenig Whiskey auf die notwendige Betriebstemperatur zu bringen wurden die Augenlider immer schwerer und schwerer, und irgendwann muss ich dann wohl eingenickt sein. Was folgte war ein ziemlich übler und abgefahrener Traum. Ich träumte doch tatsächlich von der Königin unseres Landes……..Angela die I.

All diese vielen Fragen geisterten durch meinen Traum und ich kam in diesem Traum in eine kleine, heimelige Hafenkneipe in der sich arbeitslose deutsche Seeleute, fahrendes Volk, Hartz 4 Flaschensammler, Huren, Zuhälter und der sonstige Abschaum der Menschheit zum nachmittäglichen Schluck und Depressionserfahrungsaustausch trafen. Neben mir am Tresen hockte eine besoffene Braut, der man ansah das ihre besten Tage schon länger hinter ihr lagen, und sagte: „Na, Kleiner??, -das erste mal hier??“ Ich fragte sie wer sie sei und was sie denn hier so ganz allein machte und sie sagte: „Ick arbeite schwarz uff´m Rummel als Wahrsagerin, ick kann dir aus ´de Hand lesen, Kleiner und ick hab ´ne Kristallkugel die mir die Wahrheit zeigt. Watt willste wissen??“ Ich sagte zu ihr: „ich würd gern wissen ob die Eurokrise mich zu einem armen Mann machen wird, und wie konnte das alles passieren??“ Sie lehnte sich zurück und sagte:“Okay, Kleiner, du bezahlst den Schnaps und ick kiek in meine Glas, sorry Kristall-kugel und erzähl dir die Wahrheit“…………………………………….und sie begann zu erzählen……….

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Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit so wahr mir Gott helfe !

Im grossen Thronsaal, der ganz mit Marmor verkleidet war und mit allerlei güldenen Verzierungen versehen war, sprangen die riesigen Türflügel (aus illegal geschlagenem Tropenholz) auf und der oberste General, der berümte Feldherr von und zu Gutti, trat herein und verkündete: „Der oberste Regierungslügner und Propagandaclown, mit einer Nachricht an Eure Exzellenz!!“ Mit viel Gel in den Haaren und mit dem üblichen professionellen, schmalzigen Lächeln betrat der Propagandachef Steffen Seibert den Saal, machte den obligatorischen Kniefall und sagte: „Oh Exzellenz, ich bringe schlechte Nachrichten. Der König von Irland, Brian Cowen dieser alte Narr, hat dummerweise eine Garantieerklärung für seine Bankster abgegeben. Doch diese sind nun Pleite !!!! Was sollen wir dem Wahlvolk sagen??, welche Lügen soll ich ihnen auftischen???

Die Königin blickte huldvoll auf ihren kleinen Lieblingsschleimer herab und sagte: „Wohl an, berichte Er mir die ganze Wahrheit und lass ja nix aus, sonst lass ich dich auf die Galeere schmieden und verbanne ich dich in´s Höllenreich der Oppostion.“ In diesem Augenblick betrat auch der Halbbruder von Gollum, -Finanzzwerg Wolfgang, den Saal und gemeinsam begannen sie ihre verlogenen Erklärungen für die Königin:


Finanzzwerg Wolfgang fing an zu jammern:“ Oh weh, oh weh, unsere europäischen Grossbanken und auch wir unwürdigen Politiker haben uns mal wieder in voller Absicht verspekuliert, diesmal in Irland.“ Königin Angela sah ihn streng an und fragte:“Hab ich das nicht ausdrücklich verboten, Finanzknecht?“ Aber nein, ganz im Gegenteil antwortete das Finanzgenie und der Propagandachef nickte zustimmend und sagte:“wir haben doch den Finanzhaien noch nie Steine in den Weg gelegt!“

Angela machte eine sorgenvolle Miene und spielte die Entrüstete, hatte sie doch die Rettung der Hellenen schon genug gekostet. (Natürlich nicht sie, mehr jedoch ihre Untertanen. Doch die Staatssklaven waren so blöd das sie das nicht wirklich mitbekamen.) Sie fragte:“Wieviel schulden uns denn diese verdammten irischen Schwarzbrenner, also ich meine wieviel müssen denn unsere Untertanen für die Leistungsträger von Schlaand bezahlen?“


Also beugte Geld-Wolfgang seinen Kopf zu Seite und präsentierte die brandneu gefälschten Zahlen die zeigten wieviel Geld die Bürger den internationalen Finanzmakaken für ihre irischen Zockergeschäfte schuldeten………….Alle staunten und rieben sich verwundert die Augen. Wie war es möglich das man sich selbst gegenseitig so viel Geld schuldete, und was hatte eigentlich den komplett verblödeten irischen Regierungskönig Cowen dazu gebracht dafür mit dem Geld seiner Bürger eine Garantieerklärung abzugeben?? Aber schliesslich war ja auch König Cowen einer von ihnen und diente wie alle Könige der westlichen Welt dem neuen Gott Mammon, für den nun mal kein Opfer zu gross war. Denn schliesslich war die Bereitschaft das gesamte Vermögen der Bürger für den grossen Gott zu opfern der oberste Glaubenssatz der neuen, völlig frei erfundenen Religion der „Freien Marktwirtschaft“.

Na Gott sei Dank waren ja wenigstens die irischen Staatsanleihen der HRE nach der Superpleite in eine Bad Bank verschoben worden. Trotzdem blieb das Problem natürlich immens. Insgesamt beliefen nämlich sich diese Schulden des Staates, der Verbraucher und der irischen Wirtschaft Mitte 2010 auf 731,2 Mrd. US-Dollar. Den Löwenanteil von mehr als zwei Dritteln davon schuldeten die Iren europäischen Banken. Größte Gläubiger waren die britischen Finanzinstitute, die auf Forderungen in Höhe von 148,5 Mrd. US-Dollar saßen. Zweitgrößte Gläubiger waren jedoch bereits teutonische Banken, die den Iren aktuell 138,6 Mrd. US-Dollar geliehen hatten. Auch Belgien und Frankreich waren mal wieder  in größerem Umfang im Geschäft, ihr Risiko war jedoch wegen deutlich geringerer Außenstände bedeutend kleiner als das deutscher Institute.

Trotzdem Angela der I. die Alternativlosigkeit einer Rettung durch deutsches Steuergeld natürlich sofort ins Auge fiel, (sie hatte ja schon eine Menge Erfahrung  mit solchen „charmanten“Ideen gesammelt!) fragte sie :“Ich versteh das alles nicht mehr und habe es ja auch noch nie verstanden, wie um alles in der Welt konnte denn das passieren????

Die Story die Propagandachef Seibert und der grosse Staatsschuldenverwalter Schäuble jetzt der Königin präsentierten war der selbe Schwachsinn der ja neuerdings auf der ganzenWelt in Mode gekommen war. Immer der selbe neo-liberale Wahnsin der die Gewinne privatisierte und die Verluste sozialisierte. Ausplünderungen ganzer Länder durch Privatisierung und die absolut fehlende Kontrolle des aufgeblähten spekulativen Kapitals versorgten wieder einmal eine kleine, superreiche Elite die allenfalls einen kleinen Bruchteil der Bevölkerung ausmachte. Die „ausländischen Investroren“ haben Irland ausgebeutet und selber Riesen-„Gewinne“ gemacht, die eigentlich dem irischen Staat zustehen.

 


Jetzt begann Geld-Wolfgang mit irrem Blick zu faseln, er erzälte irgendwas von einer Wirtschaftszone mit einem extrem niedrigen Unternehmenssteuersatz von 12,5 % die man halt gebraucht hatte damit die heimische Wirtschaft auch genügend Abschreibungsmöglichkeiten und neue „Spielwiesen“ für das Finanzmonopoly zu Verfügung hatte. Schliesslich wollten die Reichen ihr Geld ja vermehren ohne dafür arbeiten zu müssen wie das doofe Volk.

 

 

 

Zuerst sah ja auch alles ganz prima aus, die „Gewinne“ stiegen, man nannte Irland sogar den „Keltischen Tiger“. Auch die Menschen freuten sich denn es stiegen ja auch die Löhne, zwar nicht so stark wie die Inflation, aber das Gefühl war da es ginge von nun an nur noch bergauf.

Man freute sich über bescheidenen Wohlstand, nachdem man jahrzehntelang das Armenhaus Europas gewesen war. Die Iren, die sich an ständig steigende Einkommen gewöhnt hatten, sahen entsprechend geringe Risiken in einer weiteren Verschuldung. Das galt umso mehr, da die Realzinsen durch die hohen Inflationsraten relativ niedrig waren. Angesichts steigender Nominaleinkommen fiel die Bedienung des Schuldendienstes relativ leicht. Viele Löhne lagen zudem noch immer unterhalb der entsprechenden Produktivität, weshalb viele Bürger erst recht mit Lohnsteigerungen rechneten. Das alles sorgte dafür, dass die Bürger zunehmend Kredite aufnahmen, um Häuser und Wohnungen zu kaufen.

Doch dann begannen die Preise zu fallen, denn inzwischen hatte auch der grösste Depp kapiert das die ganze Sache nix als heisse Luft war. Eine gigantische Spekulationsblase, deren Gewinner zum allergrössten Teil im europäischen Ausland saßen und nicht in Irland. Die Banken sagten der Regierung das sie nun in Schwierigkeiten seien und sie dringend Garantieerklärungen bräuchten um weiterhin am Markt günstige Kredite zu bekommen. Schliessleich sei man ja „sytemisyh“ wichtig, und wenn sie vor die Hunde gingen wäre auch das ganze Land im Arsch…………und die Regierung gab diese Erklärung und es kam wie es kommen musste, alles ging den Bach runter!(wie immer)


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Teil 2 – in dem Königin Angela Merkel die I. mal wieder die Finanzwelt beruhigt und dafür sorgt das das unendliche Bailoutspiel zum Nutzen dere Finanzjongleure immer weitergeht………….

Trotz aller Probleme, zunächst einmal begaben sich die drei in den grossen Speisesaal und nahmen ein opulentes Mahl zu sich, wobei der Küchenchef dafür gesorgt hatte das kein Gang des Menü´s billiger war als der Hartz 4 Regelsatz. Der Pseudowirtschaftsminister hatte aus seinem privaten Bestand ein paar staubtrockene Flaschen vom allerfeinsten Bordeaux spendiert so das alsbald die Heiterkeit in die Runde zurückkehrte. Während nun die Königin, der Schatzmeister und der Hofnarr so schmatzend und schlürfend bei Tische saßen begannen sie zu überlegen was denn nun zu tun sei, und vor Allem wie man die zu trefffenden Massnahmen dem Wahlvolk verkaufen könnte……….

Wichtig ist es vor alledem das der Niedrigsteuersatz erhalten bleibt, sagt der Schatzmeister. Der Seibert fragte:“Aber wird denn dann das Spiel nicht wieder von vorne losgehen und das Problem nicht noch verschlimmern??“ „Aber,aber,—-tsss,tsss,tsss“ antwortete die Königin und schickte einen mitleidigen Blick zu ihrem Propagandahansel. „Genau darum geht es doch!!“

Also sagte Königin Merkel:“Wir machen es wie immer! Wofür haben wir denn im Mai den Eurorettungsschirm aufgespannt?? Wir umgehen wie immer die No-Bailout Klausel und berufen uns auf eine Notsituation. Dann geben wir bis zu 90 Milliarden an Kreditgarantien, und der IWF und die EZB sorgen dafür das die Sozialleistungen brutalstmöglich gekürzt werden. Irgendwie muss ja schliesslich die Scheiss Kohle wieder hereinkommen!!“

 

 


Ja genau, brüllte der nun schon leicht angesoffene Schäuble:“Wieso sollen immer nur unsere Proleten den Gürtel enger schnallen?? Wieso verdienen die irischen Arbeiter eigentlich noch so viel?? Kann man die nicht endlich mal auf unser Niveau herabknechten?? Wie soll die Wirtschaft da anständige Gewinne machen?? Die ganze Tischrunde brach dabei in Gelächter aus bei der Vorstellung wieder mal ein paar Millionen Leute in´s soziale Elend zu stürzen.

 


Zwar hatte die EZB in den letzten 3 Monaten schon für 40 Milliarden € irische Schrottanleihen gekauft, aber nun müssen es eben noch mal 80-90 Milliarden mehr sein. Halt eben die europäische Variante des amerikanischen „Quantitave Easing“. Doch davor hatte die Königin keine Angst denn schliesslich hatte Bundesbankchef Weber ihr versichert sollte der 750 Mrd. Dollar schwere aufgebraucht sein, würden die Mitgliedsstaaten ihren 500 Mrd. Dollar schweren Anteil weiter aufstocken.

„Alla hopp“ sagte der Schatzmeister, „machen wir es wir immer. The Show must go on !!“ Er grinste zufrieden in die Runde und war von seiner Intelligenz sichtlich beeindruckt. Die Königin applaudierte huldvoll, nur der Regierungsnarr Seibert guckte ziemlich betreten in der Gegend herum und fragte sich angestrengt wie er das der Journaille auf der nächsten Pressekonferenz verkaufen könnte. Also beschloss man gemeinsam die Bedingungen des neuen Megadeal, der wie immer zu Lasten der Bevölkerung gehen würde.

Damit die Scheiss Iren den Milliarden-Topf anzuzapfenkönnen, muss das Land einen Hilfsantrag an die Euro-Finanzministergruppe richten. Wenn die dann ja sagen, wird eine Delegation der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds in das Land geschickt, um den Finanzbedarf festzustellen und mit der Regierung ein Sanierungsprogramm abzustimmen. Das Programm muss von der Eurogruppe und – sofern gleichzeitig Kredite vom IWF fließen sollen – vom Währungsfonds angenommen werden. Konditionen und Auszahlungsmodalitäten werden in einer Vereinbarung festgehalten. Die EFSF kann dann über die deutsche Schuldenagentur Anleihen am Kapitalmarkt begeben und das Geld an das notleidende Land weiterreichen.

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Teil 3 – …und täglich grüsst das Murmeltier !

Nach der dritten Runde Verdauungschnaps, die der griechische Königssimulant Georgios Papandreou für seine „guuten Frreunde“ in Berlin spendiert hatte, ausgesoffen war begann der Reichslügenvermittler Steffen Seibert laut zu heulen: „bääääh, huuuuh, iiiimerr iich, jetzt bin ich wieder der Idiot der den Leuten das erklären muss…“

 


Alle bedauerten ihn, und versicherten ihm das sie voll und ganz hinter ihm stehen würden…..(um ihn in den Arsch zu treten!!)

Traurig blickte der kleine Steffen seine Königin an und sagte: “ Aber duselbst hast doch gesagt, es könne nicht sein, dass Banken, Versicherungen und alle anderen Halter von Staatsanleihen nicht in die Verantwortung genommen würden.“ Ganz laut  hatte Angie Merkel noch vor ein paar Tagen geschimpft. Ein „Schlaraffenland« für die Investoren, das wird es mit ihr nicht geben“

„Tjaa, so ist das halt. Man bekommt eben nicht immer was man will“ sagte Angie………………………………………………………………………………………………………………………

Ring , Riing , Riiiing !!!!

In der Ferne hörte ich Glocken läuten, oder war das doch nur der verdammte Wecker der mir den Beginn eines neuen , beschissenen Tages ankündigte. In meinem Kopf saß ein kleiner Kerl mit einem Hammer und hämmerte wie bescheuert von innnen an meine Schädeldecke, die Hypophyse spielte das Lied vom Tod……. Gott sei Dank, dachte ich, es war alles nur ein beschissener Alptraum gewesen. Natürlich waren die Griechen, die Iren, die Portugiesen, die Spanier und der ganze Rest von Europa nicht Pleite, es gab keine Weltwirtschafts-(Finanz)-krise und der Euro würde noch in hundert Jahren existieren-genau wie die Mauer von Erich Honecker. ……oder, oder doch—Ja, es war war. Alles aus meinem Traum war nichts anderes als die brutale Wirklichkeit, die gnadenlose Logik des Marktes der doch alles regeln sollte.

Das ganz grosse Rad dreht sich weiter und immer weiter. Es wartet die grosse Weihnachtsrally, damit die Fondmanager der Republik noch einen schönen Bonus einfahren können. Denn so ein Porsche unter dem Weihnachtsbaum für die heimliche Geliebte kostet eben auch ´ne Menge Kohle. Da muss man auch mal ein bisschen Mitleid mit den Besserverdienern haben. Die Spekulationswellle rollt weiter………..


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