Dominique Strauss Kahn ist frei !

…..vorläufig, nur mit Reiseauflagen. Ich wette, spätestens nach dem Independence Day wird sich auch das gesamte Verfahren erledigt haben. Der Mann, der den Washingtoner Konsens für erledigt erklärte (Einzelheiten hier: „Independent Blog“ und „InformationClearingHouse„), wurde mit einer sogenannten „Honigfalle“ außer Dienst gestellt. Die Verschwörungstheoretiker werden ihren Spass haben. Ganz, ganz groooosses Kino, fast noch besser als Osama/Obama bin Tot/bin Laden. Diese Amerikaner, immer für ein Spässchen gut.

Da wird wohl heute der Mini Napoleon und Aushilfsfeldherr des Libyienfeldzuges, Nicolas Sarkozy, einen ganz miesen Tag erlebt haben. Schon wittern die Amateursozialisten in Frankreich wieder Morgenluft, ist doch ihr Lieblings Millionärssozialist Strauss-Kahn vielleicht doch kein pöhser Vergewaltiger, sondern nur das Opfer einer ziemlich perfiden Honey Trap. Da kommt aber in Paris mal wieder richtig Stimmung in den Laden. „Frankreichs Sozialisten hoffen auf DSK Comeback

Als mir mein Butler heute morgen die „New York Times“ und den Kaffee an mein Himmelbett brachte wusste ich erst nicht so recht, ob ich lachen oder kotzen sollte. Ein besondere Tag würde das werden, das war mir schon mal klar. Ganz großes Unterhaltungsprogramm aus dem Multimedia Wunderland USA. Wie ich schon in meinem Beitrag am 18. Mai schrieb:

Das Zimmermädchen muss wohl sehr heftig von DSK angegriffen worden sein. Denn wie anders ist es zu erklären das bei einer Tat ohne Zeugen derartig schnell ein Haftbefehl ausgestellt wurde. Das ist im Prinzip ja auch richtig, denn mögliche Täter sollen auch schnell gestellt werden. Schon allein aus Gründen der Beweissicherung. Ich weiss nicht wie die amerikanische Polizei da vorgeht, aber ich stelle mir Folgendes vor: Ein Polzist wird gerufen und findet eine 32-jährige Frau vor die ihm berichtet sie sei sexuell belästigt worden. Die Frau ist eine Einwanderin aus dem muslimischen Land Guinea, spricht vermutlich mit Akzent, lebt in der Bronx und ist laut NY-Post HIV-Positiv, und sie ist „Schwarz!“. Das alles, führt in knapp 3 Stunden zur Verhaftung eines sehr mächtigen ausländischen Politikers und Funktionärs. Dem Chef des IWF!! RESPEKT! Wenn alle Kriegsverbrecher in einem ähnlichen Tempo verhaftet würden wäre die Welt ein besserer Ort!

Wer ungefähr weiss, wie ein Verfahren vor einer US Jury aussieht, der hat eine leise Vorstellung davon wie wichtig die Glaubwürdigkeit eines Zeugen ist. Und wenn der Zeuge die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit sagt, völlig egal. Wenn es dem gegnerischem Anwalt gelingt die Glaubwürdigkeit eines Zeugen zu diskreditieren, dann heisst es Game Over. An dieser Frage ist in den USA schon mehr als ein Verfahren gescheitert.

“It is a mess, a mess on both sides,” one official said.

Ja, besser kann man es wohl nicht formulieren. Denn was die Emitter, auch durch die Zeugin selbst(hatte wohl Angst vor Ausweisung!), dann heraus fanden, ist wohl nur als mittelschwerer Witz zu bezeichnen. Dagegen sieht selbst die Ex-Freundin von Kachelmann richtig professionell aus. Normalerweise, und das ist auch in den USA so wenn es um US Bürger geht, sollte man eben die Vorwürfe überprüfen und Ermittlungen anstellen bevor man prominente Personen wie DSK verhaften lässt. Das ist ja auch der Grund warum man so etwas wie die „Special Victims Unit“ hat. Spekulationen darüber, man habe hier überschnell gehandelt weil die Gefahr bestand daß man den vermeintlichen Täter nie wieder sieht, die halte ich für einen Joke. Der Mann war quasi jede Woche in den USA, der IWF hat schliesslich seinen Sitz in Washington. Zurück zu unserem „Opfer“:

According to the two officials, the woman had a phone conversation with an incarcerated man within a day of her encounter with Mr. Strauss-Kahn in which she discussed the possible benefits of pursuing the charges against him. The conversation was recorded.

That man, the investigators learned, had been arrested on charges of possessing 400 pounds of marijuana. He is among a number of individuals who made multiple cash deposits, totaling around $100,000, into the woman’s bank account over the last two years. The deposits were made in Arizona, Georgia, New York and Pennsylvania.

The investigators also learned that she was paying hundreds of dollars every month in phone charges to five companies. The woman had insisted she had only one phone and said she knew nothing about the deposits except that they were made by a man she described as her fiancé and his friends.

In addition, one of the officials said, she told investigators that her application for asylum included mention of a previous rape, but there was no such account in the application. She also told them that she had been subjected to genital mutilation, but her account to the investigators differed from what was contained in the asylum application.

Wie glaubwürdig ist also eine Zeugin die einen Typen im Knast anruft, der wegen Besitzes von 200 kg Marihuana sitzt, um ihn zu fragen wie man diese Geschichte zu „Geld“ machen kann, einen Tag nach der so grausamen und bösen Tat??

Mehrere Leute überweisen mal eben 10000 $. Was sagt das Opfer? Zitat: „Handelsblatt

die Einzahlungen seien von einem Freund ohne ihr Wissen gemacht worden. Sie wisse auch nichts über monatliche Telefonrechnungen in Höhe von Hunderten Dollar.

Ja neee, is klar! Wieso sollte man sich auch fragen woher diese Riesensummen auf dem eigenen Konto herkommen? Ist ja völlig normal! Nebenbei stellt sich dann auch noch heraus das die behaupteten Vergewaltigungen in Guinea, die Grund ihres Asylantrags waren, auch nur erfundene Geschichten sind. Das macht sie natürlich in einem Verfahren wegen schwerer sexuellen Nötigung zu einer echt glaubwürdigen Zeugin!

Sollte der Bezirksanwalt von New York, Cyrus Vance, wirklich so blöd sein dieses Verfahren, auch mit einem abgemilderten Vorwurf, weiter zu führen, dann werden ihn die Anwälte von DSK vor Gericht zerreissen. Das wird ein juristisches Blutbad. Der Mann kann sich schließlich einen ganzen Stab von Spitzenanwälten leisten.

Der „PolitQuatschPlatsch Blog“ schreibt:

Verschwörungstheoretiker, die meinen, Strauss-Kahn habe wegen seiner kapitalismuskritischen Haltung durch eine „gezielte Aktion“ abgeschossen werden sollen, liegen sicher falsch. Spätestens an dem Punkt, an dem der Weltbanker sein Sperma auf eine ihm wegen seiner bekannten Vorlieben für flotten Sex zugeschobene Provokateurin abgeschossen hatte, wäre er für jede Interessengruppe, die ihn hätte weghaben wollen, als IWF-Chef nützlicher gewesen als als Angeklagter eines Kachelmann-Prozesses im Weltmaßstab.

Mag ich nicht so recht glauben. Die ewige dauerhafte Erpressbarkeit eines Mannes ist gar nicht so leicht zu bewältigen wie man sich das vorstellt. Denn sicherlich gäbe es im Laufe der Zeit für Strauss-Kahn Mittel und Wege um solche Repressalien wieder los zu werden. Ein Blick auf die Finanzwelt unserer heutigen Zeit beweist, das die „Mitspieler“ mehr als eine Leiche im Keller haben. Eine dauerhafte Entsorgung eines ungeliebten IWF Chefs ist viel einfacher zu bewerkstelligen als eine dauerhafte Erpressung. Auch eine bereits vorher platzierte Bei-Schläferin ist nicht notwendig, denn money makes the world go around!

Das DSK, nach seiner Erkenntnis über den neoliberalen Unsinn seines eigenen Hauses (IWF), noch das Glück hatte nicht an einem Fallschirm oder in einer Badewanne in der Schweiz zu enden, liegt sicherlich an seiner guten Vernetzung in der „Finanzwelt“, oder an „Freunden“ und „Glaubensbrüdern“. Um Spekulationen wird hiermit ausdrücklich gebeten….

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Ein Gedanke zu „Dominique Strauss Kahn ist frei !

  1. Wie man den Presseberichten entnehmen kann bricht wohl die Anklage gegen Dominique Strauss-Kahn zusammen. Naja schon blöd, wenn der Staatsanwalt seine Karriere auf den Füssen einer Kriminellen zimmern wollte. Wenn schon die Staatsanwaltschaft sagt: „Ihre Glaubwürdigkeit ist mittlerweile so gering. Wir wissen, dass wir den Fall mit ihr nicht durchstehen können.“, ja dann. DSK könnte sich entspannen, wenn da nicht eine Journalistin Tristane Banon, welche DSK auf eine angebliche Vergewaltigung im Jahre 2002 bezichtigte. Nun ja, das werden dann die französischen Gerichte beurteilen, ob es wohl so war oder ob die Journalistin Tristane Banon ihren erfolglosen Leben etwas Glanz verleihen wollte.

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