ZEW-Konjunkturklimaindex zum fünften Mal in Folge gesunken

Die Aussichten für die deutsche Konjunktur trüben sich immer mehr ein. Im Juli ist der Index des “Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung” (ZIW) um weitere 6,1 Punkte auf -15,1 Punkte gefallen.

Damit liegt aktuell der Index weit unter dem historischen Mittelwert von 26,2 Punkten.

Lt. der Pressemitteilung des ZEW dämpft v.a. die Schuldenkrise im Euroraum die Stimmung. Außerdem bereitet die wirtschaftliche und finanzpolitische Situation in den USA Finanzexperten Sorge.

Dieses instabile wirtschaftliche Umfeld gefährdet den aktuell noch gut laufenden “Konjunkturmotor”.

Nur der Index der aktuellen Lageeinschätzung konnte sich gleichzeitig etwas verbessern, von 87,6 auf 90,6 Punkte. Experten hatten einen Wert von 85 Punkten erwartet.

Da der ZEW-Index auch als Indikator für den Ifo-Geschäftsklimaindex gesehen wird, könnte diese nun auch entsprechend sinken. Am Freitag wird der neue Wert des Ifo-Index veröffentlicht. (Quelle Text und Bild „ZEW„)

Welche Überraschung, gibt’s jetzt doch keinen Aufschwung? Nicht mal Mega oder wenigstens XXL? Und dabei hört man doch allen Ortes daß besonders der anziehende Binnenkonsum Träger des Aufschwungs sei! Ist das gar nicht so? Gehen wir doch der Frage mal nach…………………………….

Ach was solls, egal, dann sollen sie mich halt verklagen. Ich zitier heut mal die „Welt“:

Trotz Aufschwung

Löhne der Geringverdiener brechen dramatisch ein

Zahlen von Wirtschaftsforschern zeigen, dass Geringverdiener die Opfer des Aufschwungs sind.

Na sowas, selbst der „Springer“-Presse ist es auch schon aufgefallen. Da kommt bei mir sofort Skepsis auf. Denn was jeder Depp auf der Strasse schon seit Jahren weiß, ist nun auch im Hause „Springer“ angekommen. Wir Berliner sagen:“Nachtijall, ick hör dir trapsen“. Da darf man schon gespannt sein auf die nächste Kampagne der Unternehmer zur Senkung der Lohnnebenkosten, damit auch die unteren Einkommen vom Aufschwung profitieren. Ja, die deutschen Unternehmer, haben halt immer ein Herz für den „kleinen“ Mann. Und ich zitiere dreist weiter:

Die realen Nettolöhne von Geringverdienern sind seit der Jahrtausendwende stark gesunken. Bei Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen hätten die Einbußen 16 bis 22 Prozent betragen, berichtete die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Wenn ich mir diese Grafik der Bundesbank hier mal so angucke frage ich mich wo hier der Erkenntnisgewinn, oder das Neue sind. Es ist ja nicht so das wir hier vor einen neuen Entwicklung stehen. Massiver Sozialabbau durch Hartz 4 und die damit verbundene Lohndrückerei zugunsten unserer heiligen Exportkuh zeigen halt ihre Wirkung.

Schon über 20% der Deutschen verfühen nur noch über ein Pro-Kopfeinkommen von 860 € im Monat. Das in einem Land das sich jeden Tag als Vize-Exportweltmeister selbst beweihräuchert. Ein Armutszeugnis für unsere gesamte Gesellschaft. Dabei ist gerade der mit Dumpinglöhnen erzeugte Export schuld an der sozialen Misere. Nicht etwa der „überbordende“ Sozialstaat. Deshalb bringt eine aktuelle Studie des „DIW“ auch Folgendes zu Tage (Quelle: „Berliner Zeitung„):

In den untersten drei Einkommensgruppen sind die Nettolöhne preisbereinigt um 16 bis 22 Prozent gesunken. Beschäftigte in der höchsten Einkommensgruppe verbuchten dagegen ein leichtes Plus von knapp einem Prozent.
Die Politik hat die Ausweitung des Niedriglohnsektors mit den Hartz-Reformen massiv unterstützt: Leiharbeit wurde erleichtert und Minijobs gefördert. Begründung: Dadurch könnten mehr Arbeitslose einen Job finden.

Was mich bei dieser Grafik des „DIW“ (nicht aus der aktuellen Studie) allerdings am Meisten wundert, ab einem Nettoeinkommen ab 1844 € zählt man also zu den „Reichen“? Wtf? Glaubt mir, da ist man noch lange nicht reich! Reich, das sieht aber völlig anders aus. Die Einkommenschere geht immer weiter auseinander.

So, und einen hab ich noch. Ein Blick auf die Entwicklung der Konsumausgaben im europäischen Vergleich. Wer dann noch glaubt die Binnennachfrage sei der Motor der Konjunktur, der darf weiterschlafen und noch ein bisschen vom Merkelschen Aufschwung träumen. Die neoliberale Ideologie des „trickle down effects“ war nie mehr als eine blosse Propagandaerfindung. Das Senken der Spitzensteuersätze und der Unternehmenssteuern, die massive Umverteilung der Gewinne nach „Oben“, in der Hoffnung es werden schon ein paar Brosamen vom Tisch nach unten fallen, ist reine neoliberale Ideologie. Also schön die Augen auf bei der nächsten Bundestagswahl (die sowieso illegal ist). Nicht da mir wieder jemand die „Arbeiterführer“ der SPD wählt und dann hinterher das grosse Heulen kriegt. „Trau, schau wem!“, sagt ein altes Sprichwort. Wer aber denkt das die anderen Blockflötenparteien der KED (Kapitalistische Einheitspartei Deutschland), bestehend aus CDU/CSU, SPD,Die Grünen, Die Linke, FDP und Andere, in irgend einer Form besser wären, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

In diesem Sinne!

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