Ist der Eurorettungsschirm ein Plan der griechischen Banken ?

Barroso , sein Kumpel Spiros Latsis und die griechische EGF Eurobank

Wer sind die Hauptprofiteure der Griechen-und-Eurokrise, der „kleine“ Mann in Griechenland, oder doch Andere??

Es wird dieser Tage viel geschrieben, sehr viel. In allen Medien gibt es, zu Recht, kaum noch ein anderes Thema als die sogenannte Eurorettung. Da ist dann oft von sogenannten Märkten die Rede, und viele stellen sich die Frage: „Wer ist das, „Die Märkte“ ?“. Nachdem die allermeisten Menschen vergessen haben das in der Wirtschaft (einem Nullsummenspiel) die Guthaben des Einen eben auch die Schulden des Anderen sind, gibt es natürlich auch Profiteure und Looser in diesem Spiel. Diese aktuelle Eurokrise dient vor Allem den Profiteuren des Systems. Oft sind sie aufgrund ihrer Zahl oder ihrer Verschwiegenheit schwer zu erkennen, doch manchmal muss man einfach mal Ross und Reiter benennen. Es sind die „üblichen Verdächtigen“!

Zu erst mal ein Video aus den „Tagesthemen“ in dem Prof. Hankel (einer der Kläger gegen den Eurorettungsschirm) darüber spekuliert ob der Schirm nicht sogar eine Erfindung der griechischen Banken selbst ist. (Wär ja irgendwo logisch!)

Nach der Aussage von Prof. Hankel geschieht etwas Merkwürdiges. In einem Anflug von Restintelligenz erinnert sich das Staatsfernsehen der ARD an ihren verfassungsgemässen Auftrag und entdeckt das Journalismus durchaus Qualität haben darf. Sie stellen einen, (warum eigentlich nur einen?), Hauptprofiteur der aktuellen Eurokrise persönlich vor, den wichtigsten griechischen Banker Spiros Latsis! Der reichste Mann Griechenlands! Wenn man sich dann mal mit den Einzelheiten zu den geschäftlichen und persönlichen Verbindungen dieses Mannes befasst wird es ganz schnell sehr schmutzig. Die Verbindungen reichen von Jose Manuel Barroso zur EU, zum Griechischen Ministerpräsidenten  Papandreou, sie reichen in die Schweiz, zu englischen Banken und dem Königshaus bis hin zu den Nazis……………

Also fangen wir mal an und dröseln die Geschichte mal auf. Zunächst einmal, wer zur Hölle ist Spiros Latsis und seine EGF Eurobank??

Spiro Latsis wurde im Jahr 1946 als Sohn des griechischen Reeders John Latsis in Griechenland geboren.Latsis wuchs in äußerst wohlhabenden Verhältnissen auf und besuchte renommierte Schulen in England und der Schweiz. Die London School of Economics, auf der er seine wirtschaftliche Ausbildung erhielt, schloss Latsis mit dem akademischen Grad des Ph.D, dem “Doktor der Wissenschaften” ab.Wenig später stieg er in das Reedereigeschäft seines Vaters ein, das Spiro Latsis um die Beteiligung am Bankengeschäft erweitern wollte. Im Jahr 1979 kaufte John Latsis schließlich die im Besitz von Aristotles Onassis Erben befindliche Deposit Bank in Genf und legte somit den Grundstein für sein Finanzimperium. Der Finanzsektor der Latsis-Familie wurde in der EFG Holding Company zusammengefasst, die ihren Hauptsitz am Genfer See hat und an der sich auch die Deutsche Bank mit rund 10% beteiligte. Niederlassungen jener privaten Anlagebank finden sich vorzugsweise an den steuerbegünstigten Standorten der Welt, so auch in Monaco, Luxemburg, London, Rumänien und natürlich der Schweiz.

„Was solls!“, werdet ihr sagen. Wieder nur ein Banker der ausser seinen Profiten kein anders Interesse kennt, aber Halt! Latsis und seine EGF Eurobank sind nicht irgendwer, hier gibt es persönliche und politische Verbindungen über ganz Europa, die aus jahrzehntelang gewachsenen Strukturen stammen. Eine der wichtigsten Querverbindungen ist die mehr als enge Verbindung zum EU Komissionspräsidenten Barroso. Das dieser ein gern gesehener Gast auf der Mega-Yacht von Latsis war ist jetzt in politisch interessierten Kreisen kein wirkliches Geheimnis(übrigends mehrfach, wie auch Prinz Charles!). Hier ein Bericht der „Berliner Zeitung“ aus dem Jahre 2005. Barroso antwortete damals auf die Vorwürfe:

„Dies war eine rein private Reise“, ließ er erklären. Geschäftliche oder politische Interessen hätten keine Rolle gespielt.“

Ja Nee, is klar. Einen Monat nach der Luxusreise ermächtigte die EU Komission den griechischen Staat, Latsis‘ Bankgeschäfte mit 10,3 Mio € zu subventionieren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Ausserdem war die Eurobank die Bank über die alle Zahlungen der EU an Griechenland liefen. Es ging zwischen 1999 und 2004 wohl um Zahlungen des Strukturfonds in Höhe von 28 Mrd €. (Heutzutage nur noch Peanuts) Da dürfte es wohl Einiges an Provisionen und Boni für die Bank gegeben haben. Die „Welt“ schrieb damals einen Artikel mit dem Thema:“ EU Komission macht mit Barroso Freund Geschäfte“.

Die  „Troika“ aus EU, EZB und IWF hat Griechenland ja ein Sparmemorandum befohlen. Griechenland muss 50 und 300 Mrd. € an staatlichen Gütern privatisieren, um weitere „Rettungspakete“ zu erhalten. Es wurde also darauf hin ein Privatisierungskomitee gegründet das mit „Beratern“ von EU-Kommission, IWF und der EZB besetz tAch ja, der Chef der neuen Agentur ist niemand anderer als Costas Mitropolous  – ein Top-Vertreter der „Eurobank EFG“. Überrascht?? Nee, nicht wirklich!

Auch der ehemalige griechische König Konstantin arbeitete für die Latsis-Familie. Konstantin ist ein alter Kumpel von Prinz Charles und Patenonkel des „Duke of Cambridge“, Prinz William.

Ist keine Überraschung, denn der Vater von Prinz Charles ist Prinz Philip, Mitglied des griechischen Königshauses, das dort im 19. Jahrhundert vom Britischen Empire installiert wurde. Der abgesetzte griechische König Konstantin ist ein Vetter Philips.  Als Konstantin, der heute in London lebt, nach seiner Absetzung keine griechischen Steuergelder mehr erhielt, wurde er reichlich von der Familie Latsis mit Geld versorgt.

Was hat das Alles denn nun mit Banken und der Eurokrise zu tun? Geduld, junge Jedis! Geduld! Dazu muss man sich nämlich mal anschauen wie die EGF Eurobank enstanden ist. Das ist nicht wirklich eine rein griechische Sache. Alle „Üblichen Verdächtige“ sind dabei.

In den achtziger Jahren begann der Gründer des Latsis-Imperiums, John Latsis , der als Reeder angefangen hatte und sich dann auf das Ölgeschäft mit England, Holland und Saudi-Arabien verlegte, sich auch für das Bankgeschäft zu interessieren. Er kaufte die Banque de Dépôt (Genf), mischte sie mit anderen dunklen Geschäften zusammen, und schuf so die EFG Eurobank.

Die grundlegende Idee dazu kam allerdings von dem Schweizer Bankier Jean-Pierre Cuoni, dem Chef des Bankhauses Coutts and Co. Private and Commercial Banking war seit Generationen als Privatbankier für das britische Königshaus tätig. Cuoni besaß auch eine eigene Bank die er dann and Royal Bank of Scotland verkaufte.

1995 beschlossen Cuoni und Spiros Latsis (der damals das Vermögen des Familienclans verwaltete) eine neue Bank zu gründen, für die neue superreiche Kundschaft. So entstand aus der Banque de Dépôts und den schweizerischen Aktivitäten der Royal Bank of Scotland die EFG Eurobank.

Zu der neuen Bank gehört also der Privatkundenzweig der schweizer EFG International, die rund 90 Mrd. Franken verwaltet, die griechische EFG Eurobank Egasias SA, und die EFG Bank European Financial Group SA in Genf. Diese drei Untergruppen werden vom neuen Luxemburger Hauptquartier aus gesteuert, das sich EUROPEAN FINANCIAL GROUP EFG SA nennt. 2009 wurde das Hauptquartier also von Genf nach Luxemburg verlegt. Das freut die Schweizer, denn so verringerte sich der toxische Müll griechischer Staatsanleihen in der Schweizer Bankenwelt um 12 Mrd.

Also, bei Lichte betrachtet, ist dies eine Verbindung des Hochadels, der Privatbanken, der Ölindustrie und der schmierigen Politik. Wem das nicht „spanisch“ bzw. „griechisch“ vorkommt, dem ist nicht zu helfen. Da bleibt schon ein bisschen mehr als das Übliche „Gschmäckle“!

Bedenkt man jetzt das die EGF Eurobank fast ausschliesslich in griechischen Staatsanleihen investiert hat, dann müssen sich die „Herren“ aber sehr sicher sein das sie , auf die Eine oder Andere Art, vom Steuerzahler Europas gerettet werden.

Aber, wer gedacht hat das dies schon das Ende und der Abgrund der Geschichte ist, den muss ich enttäuschen. Die Verbindungen griechischer Milliardäre, des Hochadels und des ehemaligen Maoisten Barroso und seiner verkommenen EU-Diktatur gehen noch viel weiter. Selbst Verbindungen zu eindeutig nazistischem und faschistischem Gedankengut kommen in dieser „Story“ vor.

Richtig gelesen, geistige Verbindungen zu den Altnazis.

Als Barroso schließlich, sobald er zum EU-Komissionspräsidenten ernannt wurde (gewählt hat ihn ja schliesslich keiner!), machte er einen gewissen Dusan Sidjanski zum Sonderberater der Kommission gemacht. Dieser war dann für die schon erwähnten Bankengeschäfte der EU mit Griechenland zuständig. Sidjanski ist auch Chef des Centre européen de la culture (ECC), einer im wesentlichen von der Latsis-Gruppe finanzierten Einrichtung.

Jetzt wird es ein Wenig kompliziert, diese Sidjanski ist ein sehr enger Vertrauter eines gewissen Herrn de Rougemont, der 1950 das ECC gegründet hat. Barroso war in seiner Zeit an der Uni Genf (1982-1985) Assistent von Sidjanski und ist ein Bewunderer von de Rougemont.

De Rougemont (1906-1985) begann in den zwanziger Jahren in der „nonkonformistischen“ und „personalistischen“ Bewegung und speziell der Gruppe L’Ordre Nouveau (L’ON, Neue Ordnung), die sowohl den liberalen Individualismus als auch den marxistischen Kollektivismus ablehnte. Die Gruppe sah im souveränen Nationalstaat eine Struktur des Bösen, weil der diese abstrakten Strukturen des Nationalstaats nicht begreifen kann.

Diese Gruppe (L’Ordre Nouveau) schrieb 1933 einen offenen Brief an Hitler. Sie lobten die Hellsichtigkeit des Nationalsozialismus, und schrieben dann, Der Nazismus berge „den Keim einer neuen und notwendigen revolutionären Position“, und „Ihre Bewegung besitzt in ihren Grundlagen wahre Größe“.

De Rougemont erhielt dann von den Nazis 1933 einen Job an der Uni Frankfurt und kündigte 36 wieder, weil er seine Bezahlung für zu gering hielt.“

Das ECC (das geistige Kind von de Rougemont und Sidjanski) prangert vor Allem das Dogma der absoluter Souveränität der Nationalstaaten“ an. Es plädiert für die Aufhebung der Nationalstaaten und der Schaffung supranationaler Einrichtungen. (Wer jetzt glaubt heutige Strukturen der EU wieder zu erkennen, der liegt goldrichtig!)Neben der Förderung von Regionalismus und Föderalismus leitete De Rougemont 1950 auch die Gründung des Kongresses für kulturelle Freiheit (CCF), dessen Vorsitzender er war. 1966 enthüllte die New York Times, daß der CCF von Stiftungen finanziert wurde, hinter denen die CIA stand.

Es ist also ganz klar zu erkennen welche geistigen Strömungen und welch gefährliche antidemokratische Tendenzen hinter dem nach Macht strebenden Grosskapital stehen. Kein Deckmäntelchen bleibt ungenutzt um zu verschleiern das wir heute die grösste Umverteilung von Reichtum von Unten nach Oben erleben.

Die Frage die am Ende bleibt, um auf die Überschrift des Artikel zurückzukommen, ist nicht welcher miese, kleine Banker sich den Rettungsschirm ausgedacht hat. Interessant bleibt nur, wer sind die Profiteure. Und wie werden wir diese Leute und ihr Scheiss Casino-Bankensystem wieder los? Wie lange werden sich die Völker Europas, und der ganzen Welt, dieses System noch gefallen lassen bevor sie es in den Orkus der Geschichte spülen, wo es schon lange hingehört?

In diesem Sinne!

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