Realsatire bei „Welt-Online“….

, oder wieso der Betrüger die Betrügerin lobt.

Aber der Reihe nach! Von der neoliberalen Springer Kampfpresse ist man ja so einiges gewöhnt, aber heute versuchen die Schreiber von „Welt Online“ das Gossenniveau der „Bild„-kollegen noch zu toppen. Die „Welt“ beklagt heute doch tatsächlich den fehlenden Respekt der Deutschen vor Merkels „Taten“. Das man journalistisches Niveau noch unter eine gefühlte Nulllinie drücken kann, das war mir bis Dato gar nicht bewusst. Immerhin konnten sie sich wenigstens dazu durchringen die vermeintlichen Handlungen der Demokratiesimulantin Angela Merkel als „TATEN“ zu bezeichnen. In diesem Punkt sind wir also schon mal d’Accord. Wenn man sich dann aber mal bewusst macht wer diesen Artikel auf seiner gepimpten Schreibmaschine (aka. Computer) verbrochen hat, dann klärt sich doch so Einiges. Es ist der Borderline Journalist Ulf Poschardt, ein Mann der für das Fälschen von Stories und Interviews „berüchtigt“ ist……

Das Beste an dem Wikipediaeintrag über Porchardt, das kann man gar nicht besser formulieren. Also merkt euch, wenn ihr beim Lügen und Fälschen erwischt werdet, Dont’t panic! Auch wenn ihr euren Job verliert, bei der Springer Presse ist immer ein warmes Versorgungsplätzchen frei. Und hey!, allein der „Titel“: „Creative Director“!!! Wikipedia :

Er arbeitete als Chefredakteur des Magazins der Süddeutschen Zeitung von 1996 bis 2000. Im Skandal um Tom Kummer kam heraus, dass Poschardt gefälschte Interviews und Stories publiziert hatte.[1][2] Daraufhin wurde er von der SZ gekündigt und im Januar 2001 als Berater der Chefredaktion der Welt am Sonntag angestellt.[2] Im Juli 2001 wurde er dort zum „Creative Director“ ernannt.

Herrlich! Ohne Worte! Poschardt ist sicherlich die richtige Wahl, wenn man einen schmierigen Propagandaschreihals braucht der die Taten Merkels in den Himmel hebt. Unter Goebbels hätte der Kerl eine Riesenkarriere gemacht. Außerdem dürfte es in der heutigen Zeit eh sehr schwierig geworden sein einen echten Journalisten zu finden der für Merkels „TATEN“ noch ein gutes Wort übrig hätte. In einem wunderbaren Artikel des „Spiegelfechter„, der sich mit einem Artikel Poschardts über die SPD befasst, fand ich eine exzellente Charakterisierung dieses Pseudojournalisten:

Ihn als blasierten Parvenü abzukanzeln, wäre jedoch zu einfach. Poschardt ist ein Gesamtkunstwerk. Er ist so cool, dass man ihn auf lauen Sommerpartys am liebsten zu den Bieren in die Wanne setzen würde. Er ist so arrogant und ignorant, dass man vermuten könnte, er benutze zum masturbieren einen Spiegel. Poschardt ist einerseits der personifizierte Größenwahn und andererseits auch wieder so banal, dass man eigentlich Mitleid mit ihm haben müsste.

Chapeau!! Aber nun mal „Butter bei die Fische!“,hier mal die entscheidenden Passagen aus diesem traurigen journalistischen Machwerk, bevor wir uns mit dem durchaus hohen satirischen Gehalt befassen. Zitat :

„Kanzlerin Angela Merkel ringt momentan Tag und Nacht um die Rettung unseres Wohlstands. In Deutschland wird das nicht gesehen, geschweige denn wertgeschätzt.
Weltweit blickt man mit ziemlich viel Neid auf Deutschland. Das Land hat die Weltwirtschaftskrise 2008 gut überstanden, den Haushalt im Griff, wird stabil regiert und verfügt über eine Kanzlerin, die den Ehrgeiz und wohl auch die Konstitution hat, gegen die Mehrheit der wenig nachhaltig wirtschaftenden Ländern ein Mindestmaß an wirtschaftlicher Vernunft bei der Euro-Rettung anzuwenden.
In Deutschland wird derlei Bemühen nicht gesehen, geschweige denn wertgeschätzt. Es hat sich ein raunziger Ton eingeschlichen in der Kritik an der Kanzlerin, der Regierung und wohl auch der Politik im Ganzen, der etwas Anmaßendes und Unwürdiges hat.
Altmodisch formuliert könnte man sagen, es fehlt der Respekt für eine Kanzlerin, die im Augenblick fast Tag und Nacht, ohne Schonung der eigenen Physis, um die Rettung des Euros und damit auch unseres Wohlstands ringt.
Es ist das Produkt einer paternalistischen Gesellschaft, dass die Bürger mit den Launen des verwöhnten Kindes stets Ansprüche stellen, ohne Maß und Mitte zu kennen.

Auch wenn Neopopulisten wie Hans Olaf Henkel oder der FDP-Rebell Frank Schäffler einfache Lösungen suggerieren und dafür Beifall erhalten, ist den schlauesten Experten wohl klar, dass eine Lösung der Krise vertrackt, hochkomplex und in jeder Hinsicht weit über den nationalen Tellerrand reichend sein wird.

Deshalb ist das Vertrauen in die Kanzlerin entscheidend. Wer soll die Krise für Deutschland lösen, wenn nicht Angela Merkel?

Als ich diesen Artikel las war ich zunächst einmal sprachlos. Mein erster Blick ging zum Kalender. War heute der 1. April, oder gar der 11. 11. und damit der Beginn der 5. Jahreszeit? Nein! Aber ernst gemeint sein konnte der Artikel doch gar nicht. Bis es mir dann wie „Schuppen aus den Haaren“ fiel, eine Satire!!!

Die ganze Welt beneidet uns um unseren Wohlstand. Wenn man sich aber die Einkommensverteilung, die Reallohnentwicklung in Deutschland anschaut, muss man sich schon fragen um wessen Wohlstand die Kanzlerin denn da in Brüssel so kämpft.

Das sind ja wohl nicht nur die 120 Millionen deutscher Sparverträge in Form von LVs/Rentenvers./“Riester-Schwachsinn“ u.ä. im „Wert“ von rund 1,0 Billionen Euro (also rund 12.500 Euro/Deutscher) und zusätzlich rund 1,0 Billionen Sparbücher/Festgelder usw…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, die Taten unserer Kanzlerin werden halt viel zu selten wahrgenommen und gewürdigt. Ich denke auch das man die oben gezeigten Grafiken viel öfter ansprechen sollte, am Besten vor einem ordentlichen Gericht. Nochmal, das Geschreibsel der „Welt“ kann einfach nur als Satire verstanden werden.

Die Frage ist doch ob derzeit überhaupt eine Rettung stattfindet. Was tatsächlich stattfindet, ist eine hinhaltende Politik, die das Problem durch das Verzögern von Zahlungsausfällen vor sich herschiebt und dabei schneeballmäßig anwachsen lässt. Die „Bild“-Zeitung schreibt dazu: „Jetzt pokert sie um unser Geld„. Nochmal!, wessen Geld?? Im Übrigen würde mir ein Pokerspieler der mit solchen Summen hantiert im realen Leben eine Menge Angst einjagen. Weiter schreibt die „Welt“:

Zuerst müssten die Staaten in ihrer Neigung zur Zechprellerei gebremst werden, dann sollten die Bedingungen für nachhaltiges Wachstum geschaffen werden, gleichzeitig solle und müsse die verhängnisvolle Neigung der EZB, immer mehr Euroscheine zu drucken, gestoppt werden.

Ein wahres Wort, doch was wir erleben ist doch das glatte Gegenteil. Der permante gehebelte Rettungschirm ist der dauerhafte Einstieg in die Transferunion, da sich die bankrotten Länder jetzt darauf einstellen können, dass sie gerettet werden. Er beseitigt nicht die Ursachen der Misere . Er platzt spätestens dann – egal wie groß er ist -, wenn die Retter selber in Gefahr kommen oder die Bevölkerung der Geberländer das nicht mehr mitmacht.

Danach gibt es keinen Euro mehr oder die EZB, als lender of last resort, macht „modern banking“ wie die USA, mit direkter Schöpfung und Verteilung von Geld aus dem Nichts (durch Helikopter-Ben). Dieses Spiel soll dann bis zum ST. Nimmerleinstag laufen. Aber es wird ein böses Erwachen geben wenn die Leute merken das man ohne „gute“ Nachschuldner nicht in der Lage ist eigene Schulden zu bedienen, also PLEITE!

Die Schuldnerstaaten als „Zechpreller“ zu denunzieren, obwohl deren Bereitschaft zur Verschuldung und der schwache Euro den deutschen Exportwahnsinn erst möglich gemacht haben, ist selbst unter „BILD“ -Journalisten schon herzerfrischend schwachsinnig. Wie gesagt, wem dieser Exportweltmeisterschwachsinn gedient hat, zeigen die beiden obigen Grafiken. So ist er halt der „Deutsche Michel“, wenn man ihn verarschen will muss man jedem Schwachsinn einfach den Titel „WELTMEISTER“ anhängen. Das macht ihn glücklich!

Besonders infam finde ich im Artikel der „Welt“die folgende Passage, die vor allem dem Deutschen Volk ein gerüttelt Mass an Blödheit attestiert. Und das von der Springer-Presse!! Zitat:

Es ist ein Produkt einer paternalistischen Sorglosgesellschaft, dass viele Bürger fast kindlich Ansprüche stellen, ohne Maß und Mitte zu kennen. Den schlauesten Experten ist wohl klar, dass eine Lösung der Krise vertrackt, hochkomplex und in jeder Hinsicht weit über den nationalen Tellerrand herausragend sein wird.

Die deutschen Bürger als ein verwöhntes Kind darzustellen das nur Ansprüche stellen und anmaßend meckern kann,das ist gelinde gesagt mehr als eine Frechheit!! Wir sind also zu doof die „vertrackten und hochkomplexen“ Zusammenhänge zu sehen, ja, ja, ich erkenne mich gleich wieder..

Wenn die „Welt“ also schreibt  die absolut ultimative Eurorettung wurde „nicht zu der Weisheit letzter Schluss verklärt, sondern als tragfähigstes Ergebnis weitgreifender Kompromiss-Strategien realistisch eingeordnet.“, dann muss man sich als Leser schon fragen wer hier die hoch komplexen Zusammenhängen nicht versteht. Selbst das nicht eben linksliberale „Handelsblatt“ bezeichnet den heutigen Tag als „Tag der gebrochen Versprechen.

Bei der heutigen Abstimmung des Bundestages war es ausgerechnet Grünen-Fraktionschef Trittin der den Hebel für den Euro-Rettungsschirm verteidigte aber der Kanzlerin Merkel das Verschweigen damit verbundener Risiken vorwarf. „Sie haben das Wort ‚Hebel‘ vermieden“, sagt Trittin der Kanzlerin. „Warum scheuen Sie sich, den Menschen die Wahrheit zu sagen?“ So stiegen mit einer Hebelung natürlich die Risiken.

Eben, eben! Wenn die Bundestagsabgeordneten, nach nicht einmal 24 Stunden Bedenkzeit, diesem Hebel zustimmen, dann haben sie sich wahrscheinlich mit der Materie nicht wirklich vertraut gemacht. Wie so ein Hebel funktioniert, wie die Risiken verteilt sind kann man aber nachlesen. Zum Beispiel beim „Bankhaus Rottmeyer„! So so, wer wie ein Hedge Fond mit gewaltigen Hebeln schafft geht also ein Risiko ein?? No way! So könnte das dann aussehen. Der Artikel ist ein „Must Read!“, vor allem für die Pseudojournalisten der Mainstreammedien!Die „Deutschen Mittelstandsnachrichten“ schreiben zum Beschluss über die Hebelung des Eurorettungsschirm folgendes:

Die EU hat sich zur Hebelung des Rettungsschirms EFSF für das Modell „Schweizer Messer“ entschieden. Dem Deutschen Bundestag soll damit die Belästigung mit zu vielen Details erspart werden. Damit ist der Weg frei für eine faire Abstimmung, bei der sich kein Abgeordneter überfordert fühlen sollte.

Das sind sie die Taten der Angela Merkel. Gesetzesbrüche, Vertragsbrüche und die Abschaffung der letzten Reste von Demokratie. Man sollte ihr Denkmäler bauen und Strassen oder Schulen nach ihr benennen. Denn wen selbst der ehemalige Notenbankchef der USA Alan Greenspan der Meinung (Quelle:“Boerse-Go„) ist das die Währungsunion gescheitert ist, dann ist das sicherlich der richtige Zeitpunkt für Lobeshymnen für unsere Kanzlerin.

Das soll für heute genug sein. Eine kleiner, hoffentlich unterhaltsamer Ausflug in die wunderbare Welt der Satire. Sicherlich werden die Springer Propagandainstrument weiterhin für viel Heiterkeit sorgen. Denn wer so konsequent die Realität ausblenden kann, dem ist eine ganz große Karriere auf der großen Satire- und Propagandabühne garantiert.

In diesem Sinne!

 

 

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