Extrembeispiel kapitalistischer Gier…..

Quizfrage: Was glaubt ihr? Wieviel Abfindung bekommt man in US Unternehmen wenn man seinen Posten als Vorstandschef aufgibt und dafür als Chef in den Aufsichtsrat wechselt?

  • A: Gar nichts, es ist ja schliesslich keine Entlassung!

  • B: 100 $ für eine neue Kaffeemaschine und ein paar Zimmerpflanzen für’s Büro.

  • C: 100 Millionen $, hat man sich ja als Leistungsträger auch verdient!!

Auflösung: Wer jetzt C, also 100 Millionen, gesagt hat, der liegt total richtig.

Viel ist in den Jahren der Krise schon geschrieben worden. Bankerboni, Einstiegsgelder, der Ausstieg mit dem „goldenen Handschlag“, das alles sind Peanuts.

Gene Isenberg kassiert laut einem Bericht des „Business Week“ 100 Millionen Dollar, weil er seinen Posten als Vorstandschef bei Nabors Industries verliert. Der 81-Jährige bleibt aber Chef des Aufsichtsrat. Bei Nabor handelt es sich um ein amerikanischen Ölunternehmens das hauptsächlich Fördertechnik für Öl und Gasbohrplattformen herstellt.

Dass dem Top-Manager eine solch hohe Abfindung gezahlt wird, obwohl er die Firma gar nicht entlassen wird, liegt demnach an einer Klausel in seinem Vertrag. Isenberg war nämlich so clever sich in den Vertrag schreiben zu lassen dass er die Summe auch erhält, wenn er einen seiner beiden Posten als Vorstands- und Verwaltungsratschef räumen muss.

Die wohlverdiente Abfindung dieses Leistungsträger ist im Übrigen fast etwa genau so hoch aus wie der gesamte Nettojahresgewinn des Unternehmens, und im Wallstreet Journal gab es einen Bericht demzufolge Eugene Isenberg seit 1992 bereits 750 Millionen $ an „Gehalt“ bekommen hat. Sicherlich alles „leistungsbezogen“! Bei „CNN“ belegte er schon mal Platz 5 in einer Liste der am meisten überbezahlten CEO’s.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!

In diesem Sinne!

 

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2 Gedanken zu „Extrembeispiel kapitalistischer Gier…..

  1. Gerade deshalb muss etwas mit Wirtschaft, Demokratie und der Finanzwelt passieren.
    Für viele ist Geld nur gedructes Papier, andere retten sich mal gerade so über den Monat, obwohl sie eine solide Ausbildung haben. Das ALLES kann so nicht sein.
    Der gesamte Kapitalismus in der jetzigen Form muss neu gestaltet werden. Die Einkommen dürfen nicht dermaßen unterschiedlich ausfallen. Ich will keinen Kommunismus, aber die gesamte Welt muss sich sozialer verhalten. Ist das zu schaffen, ganz ehrlich….ich denke nicht. Zuviel Lobbyismus, vielleicht muss es erst richtig krachen, damit meine ich Krieg. Wenn nur ein Drittel der Menschheit überlebt, wird sich Vieles von alleine erledigen. Bisher hat der Mensch nicht aus Erfahrungen gelernt, spätestens wenn die wichtigsten Ressourcen knapp werden, ist es so weit.

    • Die Auseinanderentwicklung der Einkommen und die Fehlbildung der Kapitalmenge sind eine immanente Bedingung des Kapitalismus. Bis dahin also gar nichts neues. Es gibt gar keine Möglichkeit das System irgendwie menschlicher zu gestalten. Sozusagen ein Streichelkapitalismus. Keine Chance! Aber ich geb dir Recht, ein massenhaftes Umdenken des egoistischen Menschen wird es nicht geben. Und für ein massenhaftes Sterben der Menschen bedarf es gar keines Krieges. Denke an einen Ausfall der Produktions und Lieferketten in unserer globalisierten Welt, denke an Stromausfälle und rund 440 Kernkraftwerke auf der Nordhalbkugel. Game Over! Geniess die Show!

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