Fukushima – Strahlendosis 1000 mal höher als tödliche Dosis

 

 

Solange man sich über Joachim Gauck oder Belanglosigkeiten wie eine Landtagswahl im Saarland unterhalten kann bleiben echte Katastrophen unter dem aufmerksamkeitsschirm der Bevölkerung. Über den Wert von Expertenkommissionen, Expertenregierungen und sonstigen Technokraten nachzudenken bekommt im Fall Fukushima eine ganz besondere Würze. Den dortigen „Experten“ ist über ein Jahr nach der Katastrophe aufgefallen das der Kühlwasserstand im Reaktor 2 noch bei 60 cm liegt. Die Strahlungswerte in Reaktor 2 sind inzwischen zehn Mal höher als eine tödliche Dosis, unglaubliche 73 Sievert! (Quelle:Kyodo News und Berner Zeitung)

Wer jetzt denkt, „hey – 73 Sievert, so what?“, dem empfehle ich einen ganz dringenden Blick auf die Seiten von Wikipedia.

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6–10 Sv schwerste Strahlenkrankheit 100 % Todesfälle nach 14 Tagen (LD 100/14).

Die Überlebenschance hängt von der Güte und dem möglichst frühen Beginn der intensivmedizinischen Versorgung ab. Das Knochenmark ist nahezu oder vollständig zerstört, und eine Knochenmarktransplantation ist erforderlich. Das Magen- und Darmgewebe ist schwer geschädigt. Die Anfangssymptome treten innerhalb von 15–30 Minuten auf und dauern bis zu zwei Tage an. Danach setzt eine 5- bis 10-tägige Erholungsphase ein, die als Walking-Ghost-Phase bezeichnet wird. Die Endphase endet mit dem Eintritt des Todes durch Infektionen und innere Blutungen. Falls eine Genesung eintritt, dauert sie mehrere Jahre, wobei sie wahrscheinlich nie vollständig erfolgen wird.

10–20 Sv schwerste Strahlenkrankheit 100 % Todesfälle nach 7 Tagen (LD 100/7).

Diese hohe Dosis führt zu spontanen Symptomen innerhalb von 5–30 Minuten. Nach der sofortigen Übelkeit durch die direkte Aktivierung der Chemorezeptoren im Gehirn und großer Schwäche folgt eine mehrtägige Phase des Wohlbefindens (Walking-Ghost-Phase). Danach folgt die Sterbephase mit raschem Zelltod im Magen-Darmtrakt, der zu massivem Durchfall, Darmblutungen und Wasserverlust sowie der Störung des Elektrolythaushalts führt. Der Tod tritt mit Fieberdelirien und Koma durch Kreislaufversagen ein. Behandlung kann nur noch palliativ erfolgen.

20–50 Sv schwerste Strahlenkrankheit 100 % Todesfälle nach 3 Tagen (LD 100/3), im Übrigen wie bei „10–20 Sv“

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Noch im Dezember, als die Regierung das AKW noch für sicher erklärte, ging man von zehn Metern Kühlwasserstand aus. Einige Arbeiter in Fukushima melden außerdem neue Lecks, aus denen verstrahltes Kühlwasser austritt. Diese Brühe fließt dann in den Pazifik und erreicht dann irgendwann die kalifornische Küste.

Als reinen Zynismus muss man allerdings die Aussagen eines Tepco – Sprecher bewerten die ich in der FAZ gefunden habe:

Ein Sprecher des Unternehmens meinte am Dienstag, der niedrige Wasserstand sei vermutlich auf Lecks im Druckbehälter zurückzuführen. Um herauszufinden, wo das Kühlwasser abfließe, seien weitere Untersuchungen notwendig. Gleichzeitig beruhigte der Tepco-Sprecher mit dem Hinweis, dass die Wassertemperatur in Reaktor 2 bei 48,5 bis 50 Grad liege.

Wie allerding ein so hoher Strahlenwerte bei einer so niedrigen Wassertemperatur zu erklären ist bleibt ein Rätsel. Eine Kettenreaktion scheidet aus, auch eine Ansammlung im Wasser, denn angeblich fließt das Kühlwasser ja ins Meer.

Den größten Schaden haben wieder einmal die Menschen im Großraum Tokio. Angst und Unsicherheit bleiben zurück, und die „Informationen“ der Regierung und des Betreiber Tepco darf man wohl getrost als Desinformationskampagne abhaken. Ich danke den Göttern dass ich zur Zeit nicht in Japan leben muss.

In diesem Sinne !

 

 

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Ein Gedanke zu „Fukushima – Strahlendosis 1000 mal höher als tödliche Dosis

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